Die ersten 100 Tage als Bischof: Interview mit Frank Schütte
Hallo Frank, schön, dass wir dich interviewen dürfen. Du bist jetzt 100 Tage im Amt, obwohl man bei dir ja eher sagen müsste, Ämter! Einmal als Pastor in Windhoek für unsere fünf Gemeinden im Kooperationsgebiet und einmal als Bischof der ELKIN (DELK) für ganz Namibia. Aber erst mal das Wichtigste:
Wie geht es dir heute?
Danke, mir geht es gut, vielleicht etwas müde, aber im Grunde gut.
Wie wurdest Du, bzw. ihr als Familie, hier in Windhoek aufgenommen? Habt ihr Euch
schon eingelebt, an alles gewöhnt, oder ist immer noch vieles ungewohnt?
Ich muss sagen, dass wir hier in Windhoek sehr herzlich empfangen und aufgenommen wurden. Als Familie haben wir uns auch schon ganz gut eingelebt. Im Haus stehen zwar noch einige nicht ausgepackte Kisten, aber wir fühlen uns sehr wohl im neuen Haus. Nina und die Kinder haben sich auch schon gut in der Schule eingelebt und an das neue Umfeld gewöhnt. Trotzdem gibt es auch Tage, an denen es sich nicht ganz echt anfühlt, dass wir jetzt wirklich in Namibia sind und hier auch, so Gott will, auf längere Zeit bleiben. Grad neulich als wir für ein paar Tage in Swakop waren, sagte unsere Tochter: „Papa, wenn wir wieder nach Hause fahren, denke ich, dass wir nach East London fahren und nicht nach Windhoek.“ Das heißt, es wird wohl noch etwas Zeit brauchen, bis wir hier ganz angekommen sind.

Die ELKIN / DELK ist der Zusammenschluss der deutschen evangelisch‑lutherischen Gemeinden in Namibia. Sie unterhält auf Grund ihres Bekenntnisses, ihrer Geschichte, ihrer Herkunft und Sprache enge Verbindungen zur evangelischen Christenheit in Deutschland und ist Partnerkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).