Synodalbericht zur 47. Synode der ELKIN (DELK)
Vision ELKIN (DELK) 2030 – Zwischen weltlicher Planung und biblisch-theologischer Hoffnung
Pfarrstellen und Personalsituation – Herausforderungen und Ausblick
Engagement junger Menschen und Stärkung des Ehrenamts
Erfreulicherweise nahmen zwei Theologiestudierende und zwei Vikarinnen der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirchen im Südlichen Afrika (VELKSA) an der Synode teil und berichteten offen über ihren Weg ins Studium sowie die damit verbundenen Anforderungen. Auch wenn diese Zahl nicht ausreicht, um den zukünftigen Bedarf an theologischen Fachkräften zu decken, machen diese jungen Menschen Mut. Sie stehen für eine neue Generation, die sich in den Dienst der Kirche stellen möchte.
Dennoch bleibt die Aufgabe, Ehrenamtliche vorzubereiten, auszubilden und zu unterstützen. Die Kirche ist hier herausgefordert, neue Strukturen und Modelle zu entwickeln.
Auf der Synode wurde ein neuer Synodalvorstand und eine neue Kirchenleitung gewählt. Ein bedeutender Schritt war dabei die Entscheidung, Kinder- und Jugenddiakoninnen und -diakone kirchenleitend den Pastorinnen und Pastoren gleichzustellen. Dies ist ein Ausdruck der Wertschätzung für deren wichtige Arbeit und ein Zeichen für eine breiter aufgestellte kirchliche Leitungsstruktur.
Die neugewählte Kirchenleitung setzt sich folgendermaßen zusammen: Im Hauptamt wurden gewählt: Pastorin Anneliese Hofmann und Kinder- und Jugenddiakon Lars Pickhardt. Im Ehrenamt: Bernd Esslinger, Erwin Scriba, Antje Talkenberg, Vanessa Caspers. Qua Amtes: Rolf-Joachim Otto (Synodalvorsitzender) und Bischof Frank Schütte.
Ökumenische Zusammenarbeit – Miteinander in Christus
Die Synode betonte erneut die Wichtigkeit und Notwendigkeit einer vertieften Zusammenarbeit mit anderen Kirchen, Missionswerken und christlichen Gemeinschaften. Auch wenn theologische oder organisatorische Unterschiede bestehen, bleibt die Einheit in Christus ein zentrales Fundament. Ökumenische Kooperation wird in Zukunft eine entscheidende Rolle für das Wachstum und die Stabilität der Kirche spielen.
Fazit: Auf dem Weg zur Vision 2030
Die 47. Synode der ELKIN (DELK) hat deutlich gemacht, dass die Kirche sich in einem Prozess des Wandels befindet – geprägt von äußeren Herausforderungen, aber auch innerer Erneuerung. Die„Vision 2030“ steht dabei sinnbildlich für das Spannungsfeld zwischen realistischer Planung undgeistlicher Hoffnung.
Nach einem feierlichen Abschlussgottesdienst am Sonntag, den 5. Oktober in der Kreuzkirche in Omaruru, brachen die Synodalen auf zurück in ihre Gemeinden. Für diese gilt es, neue Wege zugehen, gewohnte Strukturen zu überdenken und zugleich auf das zu vertrauen, was Bestand hat: denGlauben an Jesus Christus, der seine Kirche trägt – gestern, heute und in Zukunft .
„Lasset uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen hin zu dem, der das Haupt ist: Christus.“ Epheser 4, 1
