Ein paar Notizen zum Abschied

Baum


Ein Jahr vergeht manchmal schneller als einem lieb ist. So ist es Zeit für mich Abschied zu nehmen. Was wird mir von meinen 12 Monaten in Namibia mit Euch in der Lutherischen Kirche in Erinnerung bleiben? Ein schneller Blick in mein Notizbuch, dort sind ein paar Stichpunkte zu finden:


Landschaft: davon gibt’s hier viel und die Strecken sind weit, aber auch umso schöner und beeindruckender.
Rock Shandy: Gutes Getränk für einen ...
Sundowner: Ein Ritual, um Gottes Schöpfung in wunderbarer Gesellschaft zu feiern.
Farm: nach anfänglicher Skepsis letztes Jahr in der Dürre, habe ich verstanden, dass das hier tatsächlich geht, besonders nach dem ...
Regen: dies ist kein schlechtes Wetter!
Gemeinschaft: tja… es wäre wohl vermessen, diesen Punkt mit ein paar Stichpunkten abzuhaken, dafür reichen noch nicht einmal die paar Zeilen dieses Textes aus.
Von Anfang an habe ich mich bei Euch wohl gefühlt. Ich habe mich immer wieder begeistern lassen, von eurer Gemeinschaft bzw. euren Gemeinschaften. Denn egal wo ich hin gekommen bin in unserem weitreichenden Kooperationsraum von fünf Gemeinden, wurde ich immer herzlich aufgenommen und war Teil von Euch. Dafür möchte ich einfach nur Danke sagen.
Natürlich steht noch mehr drin in meinem Notizbuch – viel mehr! Da sind viele Highlights dabei. Viel habe ich hier gelernt, nehme ganz viele neue Ideen mit zurück nach Deutschland. Ganz viel Schönes war dabei, auch Trauriges, was eben zum Leben auch dazu gehört. Und wie schön, dass wir all das miteinander teilen konnten und ich Euch die letzten Monate begleiten konnte und ihr mich.

Nun heißt es – ich sage hier: erst mal – Abschiednehmen. Oder besser: Auf Wiedersehen. In Deutschland geht es für mich in der Evangelischen Kirchengemeinde Erbach/ Odenwald weiter, eine Stunde südlich von Frankfurt, wieder ein bisschen näher dran an der Familie. Kommt doch gerne einmal vorbei. Vielleicht auf einen Rock Shandy, oder einen Kaffee, am besten mit Kuchen?! Denn was ich hier auch gelernt habe, ist die unwahrscheinliche Gastfreundschaft. Auch die nehme ich gerne mit und freue mich über Besuch aus Namibia.


„Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde …“ (Pred 3,1). So steht es im Buch Kohelet. Nun hat Abschiednehmen seine Zeit, nach einem vollen Jahr, vielen schönen Begegnungen, vielen Gottesdiensten und noch mehr gefahrenen Kilometern. Aber ich hoffe die Zeit des Wiedersehens lässt nicht zu lange auf sich warten. Darauf freue ich mich schon jetzt. Und solange:
Bleibt behütet und passt weiterhin auf diese schöne Kirche auf!


Herzlichst euer Philipp Raekow

Vorstellung Pfarrer Friedhelm Feigk
Time to say Goodbye