Abschiedsworte an André Graf - 13. Juli 2025

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Lieber André!

Superhelden gibt es nur in Comics oder Filmen, habe ich immer gedacht! Doch ich habe dazu gelernt.  Sie sind nämlich mitten unter uns! Nur sind sie schwer zu erkennen, da sie in Wirklichkeit keine  hautengen Anzüge mit tollen Mustern drauf tragen. Unsere Superhelden kleiden sich meist diskret und  bescheiden in Jeans und T-Shirt. Ich brauchte eine gewisse Erfahrung, bis ich die Fähigkeit entwickelt hatte, unsere Superhelden zu identifizieren. Ihr wollt sicher auch wissen, wie man sie erkennt? Diese  Menschen sind mutig und willensstark, herzlich und hartnäckig, werden vor Kritik nicht immer verschont  und sind trotzdem immer auf das Wohl ihrer Mitmenschen bedacht und sie stehen fest im  Glauben verwurzelt. Im November 2021 haben wir so einen Superhelden gesandt bekommen. Dich –  André! Du bist uns als verantwortlicher Pastor für die Gemeinde Gobabis geschickt worden und seitdem  ging es der Gemeinde aber vor allem dem GKR Gobabis immer besser. Du hast mit so viel Ruhe  jede Sitzung mit uns durchlebt und bearbeitet, mit jeder Andacht den Nagel mehr als auf den Kopf getroffen und du warst immer bereit, dir unsere Meinung zuerst anzuhören und dann deine Worte  gut durchdacht mit uns zu teilen. Du hast eine wunderbare Art, uns als Mitglieder der GKRs zu beraten,  uns auf Dinge hinzuweisen und uns zu leiten. Deine stets ruhige aber bedachte Art, Dinge anzugehen,  Probleme zu besprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, gab mir als GKR-Mitglied immer  das Gefühl, mit dir können wir die Welt erobern und positiv beeinflussen.  Dafür sagen wir dir ganz ganz herzlich dankeschön.  

Auf deinem weiteren Weg bleiben dir deine Fähigkeiten und Talente erhalten! Ein Glück für dich! Für  dich, Melanie, Samuel und Jonathan geht es nun wieder zurück in eure Heimat, und wir freuen uns mit  euch, dass ihr wieder “nach Hause” dürft. Viele von uns haben ja auch Kinder, Eltern und Geschwister im Ausland und sogar viele in Deutschland und somit können wir ein bisschen nachvollziehen, dass es  sehr schwer fällt, immer diesen Abstand zu den Lieben zu haben. So viel geschieht im Familienkreis und  man kann nicht “mal eben kurz” vorbei schauen oder einfach da sein. Und das ist schon ein großer  Abstrich, den man machen muss. Und wir wissen, dass auch ihr euch sehr auf diese besonderen  Anlässe, diese herzliche Umarmung freut, dieses “Dabeisein” bei euren Lieben nun wieder sehr  genießen zu können, und das sei euch von ganzem Herzen gegönnt.

Aber hier bei uns hinterlässt du eine große Lücke – du warst nicht nur ein toller GKRMitstreiter,  ein geschätzter Pastor, sondern du bist uns auch wirklich ein Freund geworden (unser Superheld ist  herzlich). Wir haben uns auf jede Sitzung mit dir gefreut, denn wir wussten, wir können wieder eine gute  Portion Hoffnung mit nach Hause nehmen, die du uns geschenkt hast. (Unser Superheld ist fest  im Glauben verwurzelt). Ebenso war es auch bei den Farmgottesdiensten – auch hier hast du so  manchem Farmer oder Farmerin direkt ins Herz gesprochen (unser Superheld ist mutig) und uns immer  wieder ermutigt, im Glauben fest zu bleiben. Du hast uns gelehrt auszuharren und trotzdem  weiterzugehen in der Hoffnung auf das Eingreifen des Herrn. Du hast viele Gemeindemitglieder bei  schönen Anlässen wie Taufen oder Konfirmationen die Vergewisserung gegeben, dass wir alle in die  Großfamilie Gottes gehören, dort gern gesehen und geliebt werden und somit zuversichtlich in die Zukunft gehen können. Auch hast du Familienangehörigen, die einen nahestehenden Menschen  verloren haben, Worte des Trostes und der Zuversicht zugesprochen und den Trauernden die Hoffnung  geschenkt, dass der oder die Verstorbene nun an einem schöneren und besonderen Platz ist. Dein Einfühlungsvermögen war für mich immer erstaunlich und dazu deine äußerliche Ruhe habe ich immer  sehr bewundert und war dankbar dafür. Es zeigt, wie verbunden du mit Gott und deinem Glauben bist  und das hat mir wieder Ansporn gegeben, dorthin kommen zu wollen. (Unser Superheld ist immer auf  das Wohl seiner Mitmenschen bedacht).

Abschied nehmen von einem so vorbildlichen Mentor wie dir ist nicht einfach, jedoch die Zuversicht,  entuell einmal in die Nähe der Fußstapfen wie deine zu kommen, wird mich und uns als GKR stets  motivieren. Mit deiner Hilfe und Unterstützung haben wir einen sehr starken und innovativen GKR und  eine  starke Gemeinde aufgebaut und dafür hab Dank. Nun bleibt uns nur noch dir, Melanie, Samuel und Jonathan alles erdenklich Gute für euren Neustart in der alten Heimat zu wünschen, auf dass ihr gesund  bleiben dürft, eure Aufgaben weiterhin mit Freude und Überzeugung ausführen werdet und mit  Gottes Gnade gesegnet bleibt. Solltest du mit dem Gedanken spielen, dir irgendwann doch noch so  einen auffälligen, hautengen Anzug zuzulegen und dir das Fliegen anzueignen, würden wir uns sehr  freuen, dich öfter mal bei uns in Gobabis vorbeifliegen zu sehen. Nur das Allerbeste, totsiens (wie du  immer so nett gesagt hast) und auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen in Deutschland oder Namibia  schicken mit einem lachenden und einem weinenden Auge deine Helma, Dolene, Sonja, Annemarie und ich sowie die gesamte Gemeinde Gobabis. Neustart in der alten Heimat zu wünschen, auf dass ihr  gesund bleiben dürft, eure Aufgaben weiterhin mit Freude und Überzeugung ausführen werdet und mit  Gottes Gnade gesegnet bleibt. Solltest du mit dem Gedanken spielen, dir irgendwann doch noch so  einen auffälligen, hautengen Anzug zuzulegen und dir das Fliegen anzueignen, würden wir uns sehr  freuen, dich öfter mal bei uns in Gobabis vorbeifliegen zu sehen. Nur das Allerbeste, totsiens (wie du  immer so nett gesagt hast) und auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen in Deutschland oder Namibia  schicken mit einem lachenden und einem weinenden Auge deine Helma, Dolene, Sonja, Annemarie und ich sowie die gesamte Gemeinde Gobabis.

Ich schließe mit den Anfangsworten aus Johannes 14, 2 “In  meines Vaters Hause sind viele Wohnungen ...”

 

Nordbote 4 2025
Es riecht nach Frühling!