Gemeindeaufbauseminar

Gemeindeaufbauseminar 5. - 7. Juni – „Gemeindeaufbau?!“

„Gemeindeaufbau“ - das neue Schlagwort in unserer Kirche. Doch was hat es mit diesem Wort auf sich?
Wir - 19 Mitglieder aus Gemeinden im ganzen Land, von Tsumeb bis Maltahöhe - haben uns in Omaruru getroffen um der Sache auf den Grund zu gehen. Unter der Leitung von Bischof Brand und Pastor Schmid haben wir uns Gedanken über den Aufbau einer Gemeinde gemacht.

Weshalb beschäftigen wir uns mit diesem Thema? Wir haben doch ausreichend Gemeinden! Ja - und diese Gemeinden sollen erhalten und lebendig bleiben. Außerdem bleibt der Ursprungsgedanke, aus dem wir unsere Gemeinden gegründet haben, aktuell: Immer wieder neuen Menschen den Zugang zu Gott zu ermöglichen. So haben wir festgestellt, dass Gemeindebau niemals fertig ist, sondern immer im Wandel.
Und was genau heißt „Gemeindeaufbau“? Im Prinzip ist damit gemeint, dass wir Menschen dazu einladen, an dem Bau der Gemeinde teilzuhaben, indem sie das Gemeindeleben auf ihre Art aktiv mitgestalten. Je vielseitiger die Talente, desto vielseitiger unser Gemeindeleben.
Wer aber etwas bauen möchte, braucht einen Bauplan. Der Bauplan für eine Gemeinde sieht vor, dass Raum geschaffen wird für vier grundlegende Aspekte des Gemeindelebens:

Die Anbetung - in Form eines Gottesdienstes, einer stillen Zeit, einer Bibelarbeit, eines Liedes …
Das Zeugnis – in Form eines Bekenntnisses, einer Predigt, eines Unterrichts, einer Evangelisation …
Die Gemeinschaft – in Form eines Treffens, jeglicher Kommunikation, einer Unterstützung …
Die Seelsorge – in Form einer Beratung, einer praktischen Hilfe, eines therapeutischen Angebots …

Und wenn wir in diese vier Aspekte die Liebe Gottes einfließen lassen, dann erreichen wir Menschen, dann bauen wir Gemeinde auf.
So rät auch Klaus Douglass in seinem Buch Die neue Reformation: „Eine Kultur der Liebe entwickeln“. Beim Lesen dieses Kapitels kommt unwillkürlich die Frage: „Wie erfahre ich die christliche Liebe in unserer Gemeinde?“ Paulus gibt in seinem Brief an die Christen in Rom (Römer 12) allerlei Richtlinien im Umgang miteinander. „Und zu welchen Verhaltensregeln würdest Du deine Gemeinde ermahnen?“ Auch diese Frage kann helfen zu erkennen, wo es in unserer Gemeinde Not tut. Eine allgemeine Not in der Gemeinde (und Gemeinschaft) zu erkennen, kann der Schlüssel zu einem erfolgreichen Gemeindeaufbau sein. Diese Erfahrung hat Bischof Brand aus seiner Aufbauarbeit in der Midrand Gemeinde mitgebracht. Und da kann es um ganz praktische Dinge gehen, wie zum Beispiel die Gründung einer Schule, die in Midrand damals fehlte.
In der herzlichen Aufnahme, den warmen Betten, dem guten Essen und dem perfekt vorbereiteten Tagungsort konnten wir an diesem Wochenende etwas von der christlichen Liebe spüren. Dafür danken wir der Gemeinde Omaruru!

Antje Talkenberg, Okahandja

 

 

GemAufbau2015

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